Blogparade: So schmeckt der Norden


So langsam sind alle Urlauber wieder zu Hause, auch ich bin wieder aus Finnland zurück. Sicherlich war der ein oder andere von euch auch irgendwo im Norden unterwegs. Die Erinnerungen an rote Holzhäuschen, Blaubeerwälder und Zimtschnecken sind noch wach. Was tun – der nächste Urlaub liegt in weiter Ferne? Vielleicht kann ich ein wenig Abhilfe schaffen um euer Nordweh zu lindern?
Ich hoffe ihr habt nicht nur viele Fotos und neue Eindrücke mitgebracht, sondern auch leckere Dinge gegessen und vielleicht ein neues Rezept mitgebracht. Zusammen mit euch möchte ich versuchen den Geschmack des Nordens einzufangen. Gefragt sind dieses Mal die Blogger unter euch. Unter dem Motto „So schmeckt der Norden“ starte ich heute eine neue Blogparade.
Ich konnte sogar einige Sponsoren gewinnen, was mich und hoffentlich auch euch freut. Die Gewinne werden unter allen teilnehmenden Bloggern verlost.

Ijahis idja – ein Musikfestival oberhalb des Polarkreises

Ijahis idja Festival

Ijahis idja – noch nie davon gehört? Ich zwar schon. War mir jedoch nicht ganz sicher, was man zu erwarten hat von einem Samen-Musikfestival in einem 500 Seelen Dorf weit oberhalb des Polarkreises? Aber nachdem mir eine Freundin versichert hatte, es sei gut, ging es für mich an einem Wochenende im August in Richtung Inari. Eigentlich bin ich die Einsamkeit in Lappland gewohnt, aber auf dem Weg von Kittilä nach Inari habe ich tatsächlich ein wenig das Gefühl an das Ende der Welt zu fahren. Die Hauptverkehrsstraße verwandelt sich auf einmal in eine Schotterstraße. Nur Wälder, Sümpfe und Rentiere ziehen an mir vorbei. Kaum ein anderes Auto lässt sich blicken. Und mit jedem gefahrenen Kilometer Richtung Norden sollte es deutlich herbstlicher werden.

Finnische Küche: Leipäjuusto mit Moltebeeren

Finnische Küche Leipäjuusto

Ich bin immer noch im Lapplandmodus und möchte euch einen weiteren Lappland-Klassiker vorstellen – Leipäjuusto! Übersetzt ins Deutsche bedeutet es so viel wie "Brotkäse", aber was kann man sich darunter vorstellen?
Traditionell wird er aus besonders gehaltvollen Erstmilch, die eine Kuh direkt nach dem Kalben gibt, hergestellt. Zu kaufen bekommt man ihn jedoch vorwiegend aus normaler Kuhmilch. Selbstgemacht gibt es ihn aber auch aus Rentier- oder Ziegenmilch. Der Käse wird im Ofen gebacken und kommt meist flach und rund mit einer abgeflämmt Oberfläche daher. Vom Geschmack ist er irgendwie vergleichbar mit sehr mildem buttrigem Mozarella. Die Konsistenz ist jedoch etwas gewöhnungsbedürftig. Da er beim Kauen quietschende Geräusche macht heißt er bei mir auch oft einfach Quietschkäse.Fast jedem Lapplandtouristen wird er mindestens einmal angeboten. Leider oft recht lieblos. Denn um sich dieser lappländischen Besonderheit zu nähern, gibt es für mich eigentlich nur eine wahre Zubereitungsart! Und zwar als Dessert mit Sahne überbacken und reichlich eingemachten  Moltebeeren. Dabei verliert er seine Quietschigkeit und bildet zusammen mit der Sahne eine leicht karamellige Oberfläche. Einfach fantastisch! Dazu der leicht herbe Geschmack der Moltebeere – ein Traum!

Finnische Küche: Rentiergeschnetzeltes ( Poronkäristys)

Finnisches Rezept Rentier



Wie ihr vielleicht wisst war ich am Wochenende am Inarisee. Es ist nicht nur atemberaubend schön dort, es ist vorallem auch das Herz der der Sámi-Kultur in Finnland. Und damit auch Rentierzuchtgebiet. Daher dachte ich, es ist Zeit für eine wahre Lappland-Delikatessen: Poronkäristys.
Zugegebenermaßen Rentiere sehen nicht nur süß aus, sie schmecken auch köstlich. Jetzt wird es wahrscheinlich entsetzte Aufschreie geben. Aber das ist wohl eine grundsätzliche Frage, isst man Fleisch oder lebt man vegetarisch. Ich habe für mich entschieden, dass ich nicht vollends auf Fleisch verzichten möchte. Lieber wenig und dafür aus artgerechter Haltung. Hier oben in Norden leben die Rentiere das ganze Jahr in freier Wildbahn und ernähren sich hauptsächlich von Gräsern, Flechten, Pilzen und Rinden. Ich würde sagen, besser geht es nicht!
Noch nie Rentierfleisch gegessen? Ich würde es als außergewöhnlich zart mit einer leichten Wildnote, geschmacklich auch dem Rind nicht unähnlich, beschreiben. Leider ist es in Deutschland eher schwierig an Rentierfleisch zu kommen, aber vielleicht habt ihr mal Glück und ergattert welches oder findet selbst den Weg nach Lappland.

Rezepte E-Book: Mein Blaubeersommer

Freebie E-Book mit Blaubeer Rezepten

Wie du vielleicht schon mitbekommen hast, ich bin wieder einmal in Lappland. Es ist Spätsommer, der Herbst steht vor der Türe. Jetzt kann gesammelt, gepflückt, eingekocht oder getrocknet werden! Momentan sind gerade die Blaubeeren reif und ich gehe eigentlich nie ohne Eimerchen aus dem Haus. Die Beeren wollen natürlich auch verarbeitet werden. So kommt es, dass inzwischen fast täglich eine Leckerei mit Blaubeeren auf meinem Teller landet. Nun habe ich einige meiner Lieblings-Blaubeer-Rezepte in einem kleinen E-book zusammengestellt. Und das Beste daran ist, es beinhaltet auch einige neue Rezepte, die noch gar nicht auf meinem Blog stehen!